»Mornington Peninsula«

Das Studium hier in Melbourne neigt sich so langsam dem Ende zu und der Endspurt ist angesagt. Nichts desto trotz ließen wir es uns nicht nehmen so kurz vor den Klausuren dem Alltag zu entfliehen und nutzten das letzte Wochenende für einen Ausflug der im Rahmen der SSAA – einer Studentenorganisation an der Swinburne Uni, die immer mal wieder gute und günstige Trips und Veranstaltungen anbietet – organisiert wurde. Die Tagestour führte uns zu einer nahgelegenen Halbinsel – die Mornington Peninsula.

Aufgebrochen bei Regen und Wolken wurde es immer klarer und als wir an unserem ersten Zwischenstopp ankamen – Murrays Lookout – kam sogar ein bisschen die Sonne und blauer Himmel heraus. Gut für uns, denn so konnten wir die atemberaubende Aussicht über das Land und vor allem auf Port Phillip Bay. Nach einem kurzen Aufenthalt und einigen Fotos ging es schließlich weiter. Über kleine, kurvige Sträßchen gelangten wir zur Straße, die uns ein Stück näher zum äußersten Punkt der Halbinsel bringen sollte. Am Strand entlang konnten wir immer wieder schöne und vor allem teure Villen entdecken. Nicht nur Wohnhäuser, sondern auch die kleinen Häuschen direkt am Strand weckte unser Interesse. Über $ 200.000 sollen diese Strandhäuschen kosten, die lediglich als Abstellraum für Strandutensilien oder sonstiges genutzt werden können. Um einen Blick auf diese und vor allem den Strand werfen zu können machten wir auf dem Weg halt, um ein paar Fotos zu schießen und den Strand betrachten zu können.

Um den Plan für die doch recht kurze Tagestour einhalten zu können ging es schnell weiter in Richtung Point Nepean. Da dieser in einem National Park liegt, konnten wir nur bis zu einem Parkplatz nahe des Aussichtspunkt fahren, den Rest legten wir dann mit einer Art “Zug-Bus” zurück, der uns durch schöne und teilweise verwilderte Landschaften an den äußersten Punkt der Halbinsel brachte. Während der Fahrt wurden immer wieder geschichtliche Hintergründe erläutert, wie auch z.B. die der Quarantänestation, die vor allem zur Verhinderung von Einschleppen von Krankheiten erbaut wurde oder aber auch zur Unterkunft von über 400 Kosovo-Flüchtlingen diente.

Trotz des inzwischen aufgeklarten Himmels und der Sonne wehte uns ein kräftiger Wind um die Nase und wir waren ganz froh Jacken und Pullis dabei zu haben. Am Point Napean schließlich angekommen blieben uns etwa fünf Minuten zum Fotos machen und ein bisschen die Gegend zu erkunden. Auch hier erwartete uns eine atemberaubend Sicht auf die offene See (Bass Strait) einerseits und einer weiteren Halbinsel (Bellarine Peninsula) auf der anderen Seite.

Wieder zurück am Bus ging es weiter nach London Bridge – einem nahegelegenen Strand. Umgeben von hügeliger Landschaft erwartete uns dort ein wunderschöner Sandstrand und das tiefblaue und weite Meer. Ben und Tobi ließen es sich nicht nehmen und sprangen (zum ersten mal hier in Australien) ins Meer. Ein Spaziergang am Strand und Wasser entlang führte zu einer kleinen Bucht mit einer Art Höhle. Als einzige Besucher des Strandes genossen wir die traumhaft schöne Gegend, das Meer und die frische Luft in vollen Zügen.

Viel zu schnell ging es dann wieder weiter. Nächster Stopp: Hot springs. Eine Art Thermalwasseranlage, in der wir auch unser Mittagessen bekamen. Die sehr schön gestaltete Anlage verfügte über zahlreiche mehr oder weniger heiße Quellen im Freien, die zum Ausruhen und Abschalten einluden. Nach dem Essen hatten wir etwas mehr als eine Stunde Zeit, um diese Gelegenheit zu nutzen. Eine wunderbare Sicht konnte man  erlangen, wenn man die zur höchsten Quellen auf einem Hügel ging. In etwa 39-41 Grad warmen Wasser und Sonnenschein hatte man eine einzigartige Sicht auf Meer, Berge und das weite Land.

Nach der etwas ausgedehnteren Mittagspause ging es weiter zu unserer nächsten Station: Mantons Creek Vineyard. Dort erwartete uns eine kleine Weinprobe. Nach einem Champagner konnten wir je zwei Weiß- und Rotweine des Winzers probieren. Zwar nicht vergleichbar mit einer richtigen Weinprobe, aber im Rahmen der Tour völlig angemessen, genossen wir die Gelegenheit Weine aus der Gegend zu probieren. Da es inzwischen schon recht spät geworden ist, ging es recht schnell weiter an unsere letzte Station.

Ashcombe Maze, das australiens ältesten und größten (Hecken)Irrgarten beherbergt, sowie die Lavender Gardens (ebenfalls als Labyrinth) und das Rose Maze brachten uns viel Spaß und einen schönen Abschluss eines wunderschönen und ereignisreichen Tagesausflugs. Geschafft von der Sonne, der Seeluft, dem Wasser und den vielen neuen Eindrücken ließen wir uns schließlich in den Bus fallen und traten mehr oder weniger schlafend die Heimfahrt an. Wieder einmal ist ein wunderbarer Tag zu Ende gegangen und die Freude auf die bevorstehende Reise noch ein bisschen mehr gewachsen ;-)

One comment

  1. andy says:

    da werden wir ja richtig neidisch! sommer und so tolle eindrücke – wir sitzen nur im nebel…:-( lg andy

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