»Johor Bahru (02. – 03.06.2012)«

In Singapur wurde die Reiseroute für den letzten Monat grob bestimmt. Ursprünglich waren die Länder Malaysia, Vietnam, Laos und Thailand geplant. Allerdings hätte dies wohl eher einer Hetzjagd geglichen und entschieden wir, von Singapur über Malaysia nach Thailand zu reisen.

Bepackt mit den Rucksäcken ging es am Mittag des 02.06.2012 in Richtung Bushaltestelle um einen Transferbus nach Johor Bahru, Malaysa, zu nehmen. Das Ticket kostete gerade einmal 2,40 S$. Kurz vor der Grenze mussten wir aussteigen und die Grenze zu Fuß überqueren. Danach brachte der Bus uns zur malaysischen Grenze, die direkt in Johor Bahru liegt. Dort angekommen erkundigten wir uns nach dem Zug, der uns weiter in Richtung Norden auf der Halbinsel bringen sollte. Da es zwischenzeitlich schon Spätnachmittag war entschlossen wir, eine Nacht in Johor Bahru zu bleiben und buchten ein Hotel. Vom Bahnhof/Grenze machten wir uns zu Fuß auf dem Weg ins Hotel. Dabei zogen wir einige Blicke auf uns. Unser erster Gedanke war, dass dies wegen den Gepäcks sei, allerdings stellten wir später fest, dass das Gepäck keine Rolle spielt. Stattdessen schien es eher um unsere Herkunft zu gehen. Malaysier inklusive indigene Einwohner (62%), Chinesen (24%) und Inder (7%) und andere (7%) bilden die Bevölkerung (24 Millionen Einwohner) von Malaysia. Europäer sind äußerst selten zu sehen. Auf der anderen Seite war dies auch für uns etwas ungewohnt. Vor allem die andere Lebensweise, die Sprache und das zum Teil sehr unterschiedliche Essen führten doch zu einem mehr oder weniger großen Kulturschock.

Am Abend wurde die Stadt ein wenig erkundet und noch die ein oder andere Stärkung zu uns genommen. Auf einem Markt im Stadtzentrum fanden wir verschiedene Essenstände die leckere Sachen im Angebot hatten. Am nächsten Morgen schauten wir uns die Stadt noch mals bei Tageslicht an. Auffallend war, dass die Stadt sehr viele grüne Flächen hat und im Stadtzentrum die kleinen Essenstände in den engen Gassen dominieren. Zum Teil wird dort sehr gutes und preiswertes Essen angeboten, allerdings waren wir nicht immer in der Lage alles zu identifizieren. Leider muss auch erwähnt werden, dass die Stadt Johor Bahru nicht wirklich sauber ist. Beißender Geruch lässt einem hin und wieder die Nase rümpfen, Müll liegt auf der Straße und am Straßenrand oder Gehweg führen des öfteren kleine Kanäle (ca. 50 Zentimeter tief) entlang. Letzteres ist auch nicht ganz ungefährlich. Trotz alledem sind die Menschen äußerst freundlich und hilfsbereit.

Um 20 Uhr nahmen wir dann den Zug nach Bekok um von dort weiter zum Endau-Rompin National Park zu gelangen. Die Zugfahrt dauert rund 2 1/2 Stunden, ist aber mit nur fünf Ringit (ca. 1,25 Euro) äußerst billig. Leider haben wir kein Abteil mit Klimaanlage erwischt, jedoch bleibt die Türe bei der Fahrt offen und so weht der Fahrtwind ein wenig durch den Waggon und sorgt für etwas Abkühlung.

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